| Der
Wintersportverein WSV Rastbüchl ist bekannt für seine Skisprung- und
Langlaufturniere. Durch Walter Oggolter kam das Skispringen und der
Skilanglauf nach Breitenberg. Oggolter hat es verstanden, für die
beiden Sportarten Interesse, Freude und Begeisterung unter den
Jugendlichen zu wecken. Um den Jugendlichen die Möglichkeit für den
nordischen und alpinen Skisport zu ermöglichen, wurde die
Breitenberger Skizunft nach den Nachkriegsjahren durch Walter
Oggolter gegründet. Die erste Sprungschanze wurde von der Skizunft
in Breitenberg errichtet.
Der lang ersehnte Wunsch nach
einer eigenen Schanze in Rastbüchl, erfüllte sich im Herbst 1967.
Bereits in der Wintersaison 1967 / 1968 verfehlte die neue Schanze
ihre Wirkung nicht, denn acht Springer des WSV nahmen innerhalb des
Skigaues an verschiedenen Wettkämpfen teil. 1976 wurde die Schanz
vergrößert, um größere Weiten zu erzielen. Neu erstellt wurden auch
die Zuschauertribünen und der Kampfrichterturm. Ein weiterer Traum
ging für den WSV Rastbüchl in Erfüllung, als am 08.08.1988 durch
Bürgermeister Josef Ascher der erste Spatenstich für eine
Mattenschanze erfolgte. Für den Wintersportverein Rastbüchl war der
15.09.1989 ein großer Tag. An diesem Ehrentag wurde die
Schanzelanlage feierlich eingeweiht. Benannt wurde die Anlage nach
Landrat Baptist Kitzlinger, der Ehrenbürger von Breitenberg war.
Beim Eröffnungsspringen vor 6000 Zuschauern nahmen Springer aus dem
ehemaligen Jugoslawien und CSSR, sowie aus England, Italien,
Österreich und Deutschland teil. Andi Felder, der damalige
Skiflugweltmeister gewann vor seinem Teamkollegen Andreas
Rauschmeier, der mit 77 Meter den Schanzenrekord im 1. Durchgang
aufstellte. Der WSV Rastbüchl erlebte auch viele Höhen und Tiefen,
aber für den Verein bestanden die besten Trainingsmöglichkeiten
durch die neu errichtete Schanzenanlage. Nach kurzer Zeit wurden
bereits die Medien auf den Nachwuchs aufmerksam.
1995 wurde der
Wintersportverein Rastbüchl erfolgreichster Verein beim
Deutschlandpokal. Bekannte Clubs wie der SC Partenkirchen, der SK
Berchtesgaden und der SC Obersdorf konnten nicht mit Rastbüchl
mithalten, die die Plätze 1, 3, 5 und 7 belegten.
Ebenfalls 1995 stand Rastbüchl
ein hoffnungsvolles Jahr bevor. Zusammen mit Christopf Grillhösl
fuhr der jetzige DSV Springer Michael Uhrmann nach Schweden zur
Junioren WM. Bei seiner Rückkehr als Mannschaftsweltmeister wurde
Michael Uhrmann gebührend in seinem Heimatort Breitenberg empfangen
und gefeiert.
Michael Uhrmann wurde von
unser Radio bei der regionalen Sportlerwahl wegen seiner Leistungen
zum Sportler des Jahres gewählt. 1996 wurde Michael Uhrmann bereits
im Einzel und mit der Mannschaft Skisprung Weltmeister der Junioren
in Italien. Später Olympiasieger - Team Deutschland.
Mittlerweile kennen nicht nur
die Breitenberger ihren Michael Uhrmann, jetzt kennt ihn die ganze
Welt. |