| 1622 entschloss er sich, wegen einer Vielzahl von
Marienversionen die Kapelle mit dem Bild der Gottesmuter Maria auf
den Berg zu verlegen, und für alle Gläubigen zugänglich zu machen.
1624 musste er wegen dem großen Andrang eine Kirche zu bauen. Der
Passauer Meister Francesco Garbanino, der offenbar aus dem Kreis der
Tessiner Künstler stammte, war Baumeister der Wallfahrtskirche, die
1627 fertiggestellt wurde. Die neue Kirche wurde schnell zur
beliebten Wallfahrt und 1631 mit den Kapuzinern aus dem benachbarten
Hospiz und dem Innstadtkloster versehen. Mariahilf wurde zu einem
Wallfahrtszentrum für Mittel- und Südosteuropa.
Menschen aus allen Regionen und allen Schichten fanden den Weg
nach Mariahilf. Die Wallfahrt wurde aber nach ca. eineinhalb
Jahrhunderten wegen der Säkularisation und der Aufklärungszeit
einfach beseitigt.
Nach 3 Jahrzehnten ab 1830 konnte die Wallfahrt durch den Geist
der katholischen Reform Bayerns wieder belebt werden. Regelmäßige
Wallfahrten finden auch heute noch nach Mariahilf statt.
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