| |
|
|
|
|
Früher war
der südliche Bayerische Wald übersät von Granitblöcken,
sogenannten Härtlingen, die am längsten der Verwitterung
widerstanden hatten. Durch diese steinigen Bedingungen wurde
die Besiedlung und Kultivierung unseres Raumes sehr erschwert.
Die Steine waren ein Fluch und ein Segen - Fluch, weil sie im
Weg lagen - Segen, denn aus ihnen ließen sich funktionale und
sehr dauerhafte Dinge fertigen, wie z. B......
|
Urlaub
im Bayerischen Wald |
| |
|
|
|
|
|
....Krautbottiche, Futtertröge, Gattersäulen, Wassertröge,
Gredplatten, Stufen usw.
Die Menschen des Bayerischen
Waldes wurden durch die Aufarbeitung der Härtlinge im Umgang mit
dem harten Granit geschult.
Das Natursteingewerbe
brachte ein Bischof (namens Altmann aus Passau) mächtig in
Schwung und ordnete an, dass die Klöster und..
|
|
| |
|
| |
|

... Kirchen
nunmehr aus Stein zu errichten seien, die bislang aus Holz gebaut
waren. In unserer Region entstand seit dieser Zeit nunmehr ein
leistungsfähiges Steinmetz- und Steinhauerhandwerk. Davon zeugen
unzählige herrschaftliche Wehr- und Repräsentationsgebäude,
Gotteshäuser, Flurdenkmale und bürgerliche und bäuerliche...
|
|
|

...Wohn- und
Wirtschaftsbauten. Weit hinein in den Bayerischen Wald strahlen
die mächtigen Dombauhütten in Regensburg und Passau.
 |
Eine
eigene Zunft errichteten die Hauzenberger Steinmetze 1804.
Zuvor gehörten sie zur Passauer Maurer- und Steinmetzzunft.... |
|
|
|
|
|
|

| ...Der
Stein verdrängt das Holz im ländlichen Hausbau. Diese
Entwicklung verstärken obrigkeitliche Anordnungen...... |
|
|
|
| |
|

...Die
Bauten sollten feuersicherer werden und das Holz war
knapp....
|
|
|
|
|

|
....Große Staatsaufträge waren für die Granitregion um
Hauzenberg und Waldkirchen wichtig, diese kamen erst
1805 zu Bayern..... |
|
|
|
|
|
|
|
 |
....Auch die bayerischen Könige, Architekten und Künstler
entdeckten den Granit....
|
|
|
|
|
 |
| .....So
schwärmten diese von dem dauerhaften und edlen, zu
Prachtbauten sich eignenden Gestein..... |
|
|
|
| |
|

....z.
B. Säulen, Treppenstufen usw.....
|
|
|
|
|

| .... Aus
Waldgranit wurden unzählige Werksteine aller Art gefertigt
und in die Metropolen verfrachtet..... |
|
|
|
| |
|

| ....Der
Großauftrag über die Säulen für die Kehlheimer Befreiungshalle
war 1844 der Höhepunkt.... |
|
|
|

| ....für die
schon immer strukturschwache Waldregion war dies eine Art
Entwicklungshilfe... |
|
|
|
|
|

| ...Das
Natursteingewerbe boomte. Täglich 100 Fuhren Granit verließen
im Jahr 1859 die Hauzenberger Brüche. Das war erst der Anfang.
Mit den Granitpflastersteinen und Eisenbahnbau kam der Stein
erst so richtig ins Rollen. |
|
|
|
| |
|
|

|
Weitblick
auf einen Steinbruch |
|
|
|
|
|

|
Hauzenberger Granitzentrum |
|
|
|

Auf
diesem Bild steht der Überrest einer ehemals 7 Meter hohen
Säule. Sie wurde angefertigt um 1846 im Hauzenberger
Freudenseebruch. Vorgesehen waren diese und 17 weitere Säulen
für die Befreiungshalle in Kehlheim. Der bayerische König Ludwig
I beauftrage
den Baumeister Gärtner für dessen Planung. Unbedingt wollte der
Architekt den graugelben gesprengte Granit aus Hauzenberg.
Diesen hatte er bereits bei mehreren Münchner Staatsbauten
verwendet. Solide wurde der der Großauftrag von den Hauzenberger
Steinhauer ausgeführt. Von 1845 bis 1848 flossen Zahlungen in
Höhe von 37.890 Gulden in zwölf Raten nach Hauzenberg. Für den
zwar steinreichen, aber ansonsten armen Südlichen Bayerischen
Wald war diese eine Art Entwicklungshilfe. Nach und nach sollten
die je 34 Tonnen schweren Säulen bis 1848 auf Wägen an die Donau
nach Passau geliefert werden. Dies erwies sich als
problematisch. Für solche Schwertransporte waren die vorhandenen
Verkehrswege untauglich. König Ludwig griff am 05.11.1846
höchstpersönlich ein. Er entwarf eigenhändig eine Verfügung, die
die Befestigung der Straßen und Brücken von Hauzenberg an die
Donau fordert. Am 21.04.1847 starb Baumeister Gärtner. Zunächst
wurde der Bau der Befreiungshalle eingestellt. Aber schon 5 Tage
nach Gärtners Tod trug König Ludwig dem Architekten Leo von
Klenze die Vollendung der Befreiungshalle auf. Der neue
Architekt verwarf den Plan seines Widersachers Gärtner. Dadurch
wurden die bereits gelieferten bzw. gefertigten großen
Hauzenberger Säulen, die im Bruch lagen, überflüssig. Aber was
geschah mit den großen Hauzenberger Monolithen? Aber eines ist
sicher, die oben gezeigte Säulenfragment überlebte, weil es sich
im Abraum des Freudenseebruchs versteckte.
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|


5rrr
|
G r a
n i t z e n t r u m |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|

....Transportmittel und....
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|

...Arbeitshütten von damals
|
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|

|
G
R A N I T Z E N T R U M
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
Granitzentrum Bayerischer Wald
Passauer Str. 11
94051 Hauzenberg
Öffnungszeiten
Täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr
www.stein-welten.de
|
|
| |
|
|
|
|